Kurz geschnittene Kohlefasern machen Filament steifer und maßhaltiger, die Oberfläche wird matt. Die Fasern schleifen Messingdüsen aus, deshalb gehört eine gehärtete Düse dazu. Was das Material aushält, entscheidet nicht die Faser, sondern der Grundkunststoff.
Was die Faser ändert
Kohlefaser erhöht Steifigkeit und Formstabilität und senkt den Verzug beim Abkühlen. Gleichzeitig sinkt die Bruchdehnung: Das Teil biegt sich weniger und bricht eher, statt nachzugeben. Die Oberfläche wird matt, Schichtlinien fallen kaum auf.
Der Grundkunststoff entscheidet
PLA-CF bleibt steif und maßhaltig, erweicht aber wie jedes PLA bei etwa 60 °C. PETG-CF ist zäher und feuchtigkeitsfester, für belastete Halterungen die naheliegende Stufe. PA-CF ist Nylon mit Faser: hitzefest und beständig gegen Öl. Es zieht dafür Wasser wie ein Schwamm und verlangt eine geschlossene Kammer. PC-CF und faserverstärktes PEEK verlangen Düsentemperaturen über 300 °C.
Hardware
Eine gehärtete Düse aus Stahl oder mit Hartmetalleinsatz ist Pflicht, eine Messingdüse weitet sich schon nach kurzer Druckzeit aus. 0,6 mm Durchmesser laufen ruhiger als 0,4 mm, weil Faserbündel den Kanal sonst zusetzen. Bei hohen Temperaturen darf kein PTFE im Heatbreak sitzen.
Trocknen
Gefüllte Filamente ziehen Feuchtigkeit entlang der Fasergrenzen. Vor dem Druck trocknen, sonst schäumt die Schmelze und die Festigkeit sinkt ausgerechnet dort, wo die Faser sie bringen soll.
Hersteller
3DXTech führt Hochleistungsblends auf PC- und PEEK-Basis mit Datenblättern. Copymaster3D und Sunlu decken faserverstärktes PLA ab. PrimaCreator führt Sorten für den Alltag.