Anycubic High Clear Resin 1 kg – Hochtransparentes UV-Resin für kristallklare 3D-Drucke
Flexible UV-Harze bilden gummiartige Teile ab, angegeben in Shore A. Niedrige Werte um 50A sind weich und stark dehnbar, Werte um 95A sind zäh-elastisch und formstabiler. Die Shore-Härte ist das Auswahlkriterium, alles andere folgt daraus.
Shore A einordnen
50A entspricht etwa einem weichen Radiergummi, 70A einem Reifenprofil, 95A einer harten Laufrolle. Weiche Typen dehnen sich weit, kehren aber langsamer in die Ausgangsform zurück. Härtere Typen federn schneller zurück und tragen mehr Last.
Drucken ist empfindlicher als bei Standardharz
Flexible Harze reagieren stärker auf die Belichtungszeit. Zu lange Belichtung macht das Teil hart und maßlich zu groß, zu kurze hinterlässt weiche, klebrige Stellen. Stützen dicht und dünn setzen, weil weiches Material beim Entfernen leicht einreißt. Bei großflächigen Teilen den Anstellwinkel erhöhen, damit die Querschnittsfläche je Schicht klein bleibt.
Nachhärten mit Maß
Waschen wie bei Standardharz, danach kurz und gleichmäßig nachhärten. Überhärtung nimmt dem Teil die Elastizität dauerhaft, es bleibt steif und reißt bei Dehnung.
Grenze gegenüber TPU
Flexteile aus Harz erreichen nicht die Weiterreißfestigkeit von TPU aus dem FDM-Druck. Für Dichtungen unter dauerhafter Wechselbelastung hält FDM-TPU länger. Harz punktet bei Detailtreue und glatter Oberfläche.