HIPS ist ein schlagzähes Polystyrol, das im 3D-Druck vor allem als Stützmaterial für ABS dient: In D-Limonen löst es sich auf, ABS bleibt stehen. Als eigenständiges Druckmaterial liefert es matte, gut schleif- und lackierbare Teile. Hier liegt HIPS von BASF in 1,75 mm.
Als Stützmaterial
Im Doppelextruder-Druck übernimmt HIPS die Stützstrukturen für ABS. Beide Materialien arbeiten im ähnlichen Temperaturfenster und haften aneinander. Nach dem Druck legst du das Teil in D-Limonen, HIPS löst sich heraus, auch aus Hohlräumen, an die keine Zange kommt. Wasser löst HIPS nicht, dafür wäre PVA das Material.
Als Druckmaterial
HIPS lässt sich schleifen, spachteln und lackieren, ohne dass die Oberfläche ausfranst. Es nimmt Kleber auf Lösemittelbasis an, was mehrteilige Modelle mit unsichtbaren Fugen möglich macht.
Druckbedingungen
Düse etwa 230 bis 245 °C, Bett um 100 °C, Bauraum geschlossen. HIPS zieht beim Abkühlen ähnlich stark wie ABS. Ohne Einhausung heben große Teile an den Ecken ab und Schichten trennen sich in der Höhe. Zugluft aus einem geöffneten Fenster ist der häufigste Grund für Risse mitten im Bauteil.
Absaugung
Styrol riecht beim Druck deutlich. Ein geschlossener Drucker mit Aktivkohlefilter oder ein gut belüfteter Raum gehört dazu, ebenso beim Arbeiten mit D-Limonen.