Anycubic baut zwei Druckerfamilien: FDM-Geräte der Kobra-Reihe, die Filament schmelzen, und Photon-Harzdrucker, die flüssiges Resin mit UV-Licht belichten. Die Entscheidung fällt vor dem Modell, denn das Verfahren bestimmt Nacharbeit, Materialkosten und erreichbare Detailtiefe.
FDM: die Kobra-Reihe
FDM-Drucker legen geschmolzenes Filament in Bahnen ab. Sichtbare Lagen gehören dazu, dafür sind die Bauteile belastbar und das Material günstig. Die Reihe reicht von offenen Geräten mit bewegtem Bett bis zu geschlossenen CoreXY-Modellen; geschlossen heißt wärmerer Bauraum und damit ABS und ASA ohne Rissbildung zwischen den Lagen.
Mehrfarbdruck mit ACE Pro
Die Combo-Varianten enthalten eine Filamenteinheit, die mehrere Spulen vorhält und im Druck umschaltet. Jeder Farbwechsel spült die Düse frei, dabei entsteht Ausschussmaterial. Die Einheit trocknet die Spulen zugleich, was PETG und TPU zugutekommt.
Resin: die Photon-Reihe
LCD-Harzdrucker belichten Schicht für Schicht bei 405 nm und lösen Details auf, die FDM nicht erreicht. Die Teile sind dafür spröder und UV-empfindlich. Einzuplanen sind eine Waschung in Isopropanol, eine UV-Nachhärtung sowie Handschuhe und Lüftung.
Vor dem Kauf
Bauraum gegen Stellfläche abwägen, geschlossene Geräte für ABS und ASA vorsehen, eine Combo nur nehmen, wenn Mehrfarbdruck tatsächlich gebraucht wird.