BASF führt die Ultracur3D-Reihe für SLA- und DLP-Drucker: steife Harze der RG-Linie, zähe der ST-Linie und flexible der EL-Linie, überwiegend im 1-kg-Gebinde. Ausgewählt wird nach Steifigkeit und Bruchdehnung, nicht nach Farbe.
RG: steif und formstabil
Die RG-Harze haben einen hohen E-Modul und halten Maße auch unter Last. Sie werden für Vorrichtungen und Passungen eingesetzt, bei denen sich nichts biegen darf. Der Preis dafür ist ein sprödes Bruchverhalten: Was nicht nachgibt, splittert beim Sturz.
ST: zäh statt spröde
Die ST-Typen sind auf Schlagzähigkeit und Bruchdehnung ausgelegt. ST 45 und ST 80 unterscheiden sich darin, wie viel Steifigkeit sie für Zähigkeit abgeben. Anwendungsfall sind Clips und Schnappverbindungen, die montiert und wieder gelöst werden.
EL: flexibel
EL 150 verhält sich gummiartig und federt zurück. Damit lassen sich Dichtungen und Dämpfer drucken, die aus einem steifen Harz sofort brechen würden.
Nachhärten bestimmt die Werte
Die im Datenblatt genannten mechanischen Kennwerte gelten für eine definierte Nachbelichtung, teils unter Temperatur. Wer kürzer oder kälter härtet, bekommt ein anderes Bauteil als das Datenblatt beschreibt. Zwischen Waschen und Härten muss das Teil vollständig trocken sein.