Ausbrennbare Harze für den Feinguss: Du druckst das Modell, bettest es ein und brennst es rückstandsarm aus, statt Wachs zu modellieren. Die Unterschiede liegen im Wachsanteil, in der vorgegebenen Ausbrennkurve und darin, ob das Harz auf Schmuck oder auf Dentalguss abgestimmt ist.
Wachsanteil und Ausbrand
Ein hoher Wachsanteil verbrennt sauberer und hinterlässt weniger Asche in der Einbettmasse, macht das Grünteil aber weich und empfindlich beim Entstützen. Weniger Wachs hält filigrane Fassungen stabiler, braucht dafür längere Haltezeiten im Ofen.
Schmuck und Dental getrennt betrachten
Beim Schmuckguss zählt die Kantenschärfe an dünnen Stegen und in Fassungen. Im Dentalguss zählt die Maßhaltigkeit über die gesamte Bogenlänge, weil sich Schrumpf dort aufaddiert. Die Herstellerprofile sind entsprechend anders abgestimmt.
Drucker und Wellenlänge
Die Harze sind auf LCD- und DLP-Geräte im Bereich 385 bis 405 nm ausgelegt. Belichtungszeiten aus einem Standardharz lassen sich nicht übernehmen: Castable-Harze reagieren träger und brauchen eine eigene Belichtungsreihe.
Nachhärten und Gusskurve
Waschen in Isopropanol, danach nur so lange härten, wie das Datenblatt angibt. Überhärtetes Material wird spröde und hinterlässt beim Ausbrennen mehr Rückstand. Die Aufheiz- und Haltezeiten im Ofen gehören zum jeweiligen Harz und werden aus dessen Datenblatt übernommen.