CHT-Düsen teilen den Filamentstrang im Inneren auf drei Kanäle auf. Die größere Kontaktfläche schmilzt schneller, sodass bei gleicher Temperatur mehr Material durchgeht. Beim Kauf zählen Gewindesystem, Bohrung und Material.
Was der Aufteilkegel bringt
Mehr Volumenstrom bei gleicher Düsentemperatur, also entweder höhere Geschwindigkeit oder dickere Schichten ohne Unterextrusion. Der Gewinn zeigt sich nur, wenn nicht der Extruder oder die Beschleunigung des Druckers das Limit setzen.
Grenzen
Die Düse ersetzt kein High-Flow-Hotend: Das Heizelement muss die abgeführte Wärme nachliefern. Bei 0,4 mm fällt der Unterschied gering aus, bei 0,6 bis 1,0 mm wird er deutlich.
Material
Messing leitet am besten und passt zu ungefüllten Filamenten. Gehärtete und bimetallische Ausführungen halten Carbon und Glasfaser stand, leiten dafür schlechter, was eine etwas höhere Solltemperatur bedeutet.
System prüfen
V6 und MK8 tragen beide ein M6-Gewinde, unterscheiden sich aber in Gesamtlänge und Spitzenform. Welches System verbaut ist, steht im Handbuch des Druckers oder lässt sich an der ausgebauten Düse messen.
Nach dem Einbau
Flussrate und maximaler Volumenstrom werden neu kalibriert. Ohne angepasstes Profil druckt die Düse genauso schnell wie die alte, nur mit mehr Reserve.