Bei CoreXY sitzen beide Motoren für X und Y fest am Rahmen und bewegen den Druckkopf über gekreuzte Riemen, das Bett fährt nur in Z. Weniger bewegte Masse erlaubt höhere Beschleunigung ohne Ghosting. Die meisten Geräte dieser Bauart sind geschlossen und nehmen damit auch ABS und ASA an.
Wie die Kinematik funktioniert
Zwei lange Riemen laufen so über Umlenkrollen, dass beide Motoren an jeder Bewegung beteiligt sind. Drehen sie gleichsinnig, fährt der Kopf die eine Diagonale, drehen sie gegenläufig, die andere. Der Kopf trägt dabei keinen Achsmotor mit, anders als bei der klassischen Bauweise mit bewegtem Bett.
Was das im Druckbild bedeutet
Geringe bewegte Masse heißt, dass Richtungswechsel wenig Schwingung ins Bauteil einbringen. Hohe, schmale Teile leiden nicht mehr darunter, dass ein schweres Bett unter ihnen hin und her fährt. Die Grenze verschiebt sich von der Mechanik zur Schmelzleistung des Hotends. Nutzbar wird das erst mit Input Shaping.
Geschlossener Bauraum
Ein Gehäuse hält die Wärme im Bauraum. ABS und ASA schrumpfen beim Abkühlen und reißen zwischen den Lagen, wenn die Luft zu kalt ist. Bei PLA gilt das Gegenteil: Klappe auf und Bauteillüfter voll, sonst weicht das Material auf.
Wartung und Antrieb
Die Riemenspannung muss auf beiden Seiten gleich sein, sonst werden Kreise als Ovale gedruckt. Geräte mit Extruder direkt am Druckkopf verarbeiten TPU besser.