Gehärteter Stahl widersteht Carbon-, Glasfaser- und Leuchtpigmentfüllungen, die eine Messingdüse binnen weniger Rollen ausschleifen. Er leitet Wärme dafür schlechter, was einige Grad mehr Düsentemperatur bedeutet. Im Sortiment stehen V6-, MK6-, MK8- und MK10-Bauformen; der Bohrungsdurchmesser steht an jedem Produkt.
Warum Messing an der Stelle versagt
Messing hat eine Vickershärte um 100, gehärteter Stahl liegt über 600. Carbonfasern und Glaspartikel im Filament wirken wie Schleifkorn: Die Öffnung wächst, ohne dass etwas kaputtgeht. Bemerkbar wird das an Linien, die breiter werden, und an Maßen, die nicht mehr stimmen. Wer den Verschleiß nicht misst, sucht den Fehler im Slicer.
Was der Tausch kostet
Stahl leitet Wärme etwa viermal schlechter als Messing. In der Praxis heißt das 5 bis 15 °C mehr an der Düse für denselben Volumenstrom. Bei hohen Geschwindigkeiten oder großen Öffnungen macht sich der Unterschied stärker bemerkbar als bei 0,4 mm im Alltagsbetrieb.
Abgrenzung zu anderen Werkstoffen
Edelstahl ist korrosionsbeständig, aber nicht verschleißfest. Nickelbeschichtetes Kupfer leitet Wärme gut und haftet weniger, die Schicht ist gegen Abrasion aber dünn. Rubin- und Wolframkarbidspitzen halten länger als gehärteter Stahl und leiten besser, kosten dafür ein Vielfaches.
Nicht nur die Düse verschleißt
Abrasive Filamente greifen auch Extruderzahnrad, PTFE-Schlauch und Heatbreak an. Eine verschleißfeste Düse verschiebt den Ausfall an die nächste Stelle der Kette.