Hochtemperaturbeständige UV-Harze von Forward AM (BASF), Loctite, Siraya Tech und Liqcreate. Maßgeblich ist die Wärmeformbeständigkeit im Datenblatt — und zwar der Wert nach der vorgeschriebenen Nachhärtung, nicht der im Druckzustand. Ohne diesen Schritt erreicht kein Teil den angegebenen Wert.
Was die Temperaturangabe bedeutet
Angegeben wird die Wärmeformbeständigkeit, meist als HDT bei einer definierten Biegespannung. Sie sagt, ab welcher Temperatur sich ein belastetes Teil messbar verformt — nicht, ab wann das Material zerstört wird. Zwei Harze mit gleicher Zahl verhalten sich unterschiedlich, wenn die zugrunde gelegte Spannung abweicht. Die Prüfbedingung steht im Datenblatt und gehört mitgelesen.
Nachhärtung ist Teil der Kennzahl
Die Werte gelten für eine bestimmte Nachbelichtungsdauer, bei vielen Hochtemperaturharzen zusätzlich unter Wärme. Wer kürzer oder kälter härtet, bekommt ein anderes Bauteil als das Datenblatt beschreibt. Vor der Nachhärtung muss das Teil nach dem Waschen vollständig trocken sein, sonst härtet die Oberfläche ungleichmäßig aus.
Der Preis für die Temperaturfestigkeit
Je steifer und temperaturfester ein Harz, desto spröder ist es meist. Dünne Stege und Schnapphaken brechen. Wo beides gebraucht wird, führen zähmodifizierte Typen weiter, die dafür bei der Temperatur nachgeben.
Verarbeitung
Ausgelegt auf LCD- und DLP-Geräte bei 405 nm. Die Belichtungszeit lässt sich nicht aus einem Standardprofil übernehmen: Diese Harze reagieren träger und brauchen eine eigene Belichtungsreihe. Nitrilhandschuhe und Lüftung, solange das Harz flüssig ist.