Marmor-Filament ist PLA mit eingemischten Partikeln, die beim Druck eine gesprenkelte Steinoptik ergeben. Geführt wird 1,75 mm. Die Unterschiede zwischen den Herstellern liegen in Körnung und Grundton sowie darin, wie stark sich das Muster über die Fläche verteilt.
Wie das Muster entsteht
Die Sprenkel liegen als Partikel im Kunststoff und ordnen sich beim Extrudieren zufällig an. Zwei Drucke derselben Datei sehen deshalb nie identisch aus. Große, ruhige Flächen wie Vasen, Schalen und Sockel zeigen den Effekt klar, an filigranen Teilen mit vielen Kanten geht er unter.
Düse und Verschleiß
Die Füllstoffe sind mineralisch und wirken leicht schleifend. Mit 0,4 mm lässt sich drucken, 0,6 mm senkt das Risiko von Verstopfern und lässt das Korn besser zur Geltung kommen. Wer dauerhaft Marmor-PLA verarbeitet, sollte auf eine gehärtete Düse wechseln, sonst wächst die Bohrung langsam auf.
Einstellungen
Druckfenster liegt wie bei normalem PLA bei etwa 200 bis 220 °C, Bett bei 50 bis 60 °C. Der Warp ist gering. Im oberen Temperaturbereich fließen die Bahnen sauberer ineinander, was den Steineindruck verstärkt.
Nachbearbeitung
Leichtes Anschleifen mit feiner Körnung bricht den Kunststoffglanz und lässt die Oberfläche mineralischer wirken. Ein matter Klarlack fixiert das Ergebnis und schließt die Poren.