Ruthex-Gewindeeinsätze aus Messing werden mit dem Lötkolben in gedruckte Teile eingeschmolzen und ersetzen Gewinde, die direkt in den Kunststoff geschnitten sind. Es gibt sie von M2 bis M10, dazu Lötspitzen-Adapter für den Einbau. Die Bohrung im CAD-Modell muss zum Einsatz passen.
Warum eingeschmolzen statt geschnitten
Ein direkt in PLA oder PETG geschnittenes Gewinde trägt nur wenige Schraubzyklen, dann reißen die Flanken aus. Der Messingeinsatz verteilt die Last über eine gerändelte Mantelfläche, die beim Erwärmen in den Kunststoff einsinkt und nach dem Abkühlen formschlüssig sitzt. Verschraubungen bleiben dadurch wiederholt lösbar.
Die Bohrung im Modell
Der Einsatz braucht ein zylindrisches Sackloch, dessen Durchmesser knapp unter dem Außendurchmesser des Einsatzes liegt. Zu eng heißt: Material quillt über und der Einsatz steht schief. Zu weit heißt: der Formschluss fehlt. Sinnvoll sind zusätzlich eine kleine Fase am Lochrand und etwa 1 mm Tiefenreserve für verdrängtes Material.
Einbau
Der Adapter sitzt anstelle der Lötspitze und zentriert den Einsatz. Senkrecht ansetzen, langsam drücken, bis der Einsatz bündig oder minimal unter der Oberfläche steht. Bei PLA mit niedrigerer Kolbentemperatur beginnen.
Wandstärke einplanen
Um den Einsatz herum sollten zwei bis drei Perimeter stehen, sonst drückt die Rändelung die Außenwand nach außen.
Einzelne Produkte
Lötspitzen-Set für Gewindeeinsätze · Sortimentsbox M2–M5