Halterungen und Rollen, über die Filamentspulen laufen: freistehende Halter neben dem Drucker, herstellergebundene Halter wie der für den Snapmaker U1 sowie 608ZZ-Kugellager als Ersatz für schwergängige Rollen.
Warum Leichtlauf zählt
Die Spule muss sich mit geringer Kraft drehen lassen. Zieht der Extruder gegen eine klemmende Rolle, entstehen Unterextrusion und im ungünstigen Fall abgeschliffenes Filament am Antriebsrad. Bei Bowden-Aufbauten mit langem Schlauch wirkt sich das stärker aus als bei Direktantrieb, weil der Weg zusätzliche Reibung addiert.
608ZZ als Standardlager
Das Rillenkugellager mit 8 mm Bohrung und 22 mm Außendurchmesser steckt in nahezu jedem gedruckten Spulenhalter und in vielen Rollenaufsätzen. Die metallischen Deckscheiben halten Staub und Filamentabrieb aus dem Lager. Als Achse dient meist eine M8-Gewindestange oder ein 8-mm-Rundstab.
Spulenmaße vorher messen
Kerndurchmesser und Spulenbreite unterscheiden sich zwischen Herstellern erheblich, ebenso zwischen Kunststoff- und Pappkernen. Vor dem Kauf am größten vorhandenen Spulentyp messen, sonst schleift die Rolle am Rahmen.
Aufstellort
Der Halter gehört so nah an den Extrudereingang, dass das Filament ohne engen Bogen läuft. Über Eck geführte Stränge scheuern am Schlauchrand und erhöhen die Zugkraft, die der Extruder aufbringen muss.