Polymaker Polyflex TPU-95A Filament 750g / 1.75mm
TPU ist gummiartig, die Härte steht als Shore-Wert auf der Rolle. 95A biegt sich und lässt sich noch gut fördern. Weichere Sorten um 85A dehnen stärker, brauchen aber einen Direktextruder mit kurzem, geführtem Filamentweg.
Shore-Härte
Der Wert beschreibt, wie stark sich das Material eindrücken lässt. 95A ist die gängige Wahl für Dämpfer und Dichtungen: elastisch, aber noch formstabil. Um 85A wird das Ergebnis deutlich weicher und dehnbarer, der Druck dafür empfindlicher. Sorten im D-Bereich verhalten sich fast wie harter Kunststoff.
Extruder
Weiches Filament knickt in einer langen Bowden-Strecke aus und verklemmt sich. Ein Direktextruder mit eng geführtem Pfad ist deshalb Voraussetzung, sobald es unter 95A geht. Retraktion klein halten und mit 15 bis 30 mm/s drucken, dann bleibt die Förderung stabil.
Temperaturen
Die Düse arbeitet meist bei 220 bis 235 °C, das Bett bei 40 bis 60 °C. Auf glattem PEI haftet TPU sehr fest, eine texturierte Platte erleichtert das Ablösen.
Feuchtigkeit
TPU zieht Wasser schnell. Feuchtes Material blubbert in der Düse, die Oberfläche wird rau und Teile reißen unter Dehnung. Vor dem Druck bei etwa 50 °C trocknen.
Eigenschaften
TPU ist abriebfest und beständig gegen viele Öle und Fette. Es nimmt Stöße auf und kehrt in die Ausgangsform zurück. Als Federersatz taugt es begrenzt, weil es unter Dauerlast kriecht.
Hersteller
NinjaTek deckt einen breiten Härtebereich mit ausgewiesenen mechanischen Kennwerten ab. Polymaker Polyflex und PrimaCreator liefern die gängigen 95A-Rollen. Lay-Filaments führt Spezialitäten mit poröser Struktur.