Werkzeug und Material für die Zeit nach dem Druck: Wash-and-Cure-Stationen und Ultraschallreiniger für Harzteile, Bastelmesser und Entgrater, Gewindeeinsätze sowie Acrylfarben und Airbrush. Welcher Weg zählt, hängt am Verfahren. FDM-Teile werden geschliffen, Harzteile gewaschen und nachgehärtet.
Harzteile: waschen und härten
Frisch gedruckte Harzteile sind mit unausgehärtetem Harz benetzt. Sie werden in Isopropanol oder Wasser gewaschen, getrocknet und anschließend unter UV bei 405 nm nachgehärtet. Erst danach sind Maß und Festigkeit stabil, vorher bleibt die Oberfläche klebrig.
FDM-Teile: Kanten und Oberfläche
Elefantenfuß und Stützstellen werden mit Bastelmesser und Entgrater abgetragen, bevor geschliffen wird. Danach folgt Schleifen in aufsteigender Körnung. Füller oder Grundierung schließt die verbliebenen Schichtlinien, und erst darauf hält der Farbauftrag gleichmäßig.
Verschrauben statt kleben
Gewindeeinsätze aus Messing werden mit Lötkolben und Wechselspitze in den Kunststoff eingeschmolzen. Das Gewinde sitzt danach im Metall statt im gedruckten Material und verträgt ein Vielfaches an Anzugsmoment.
Lackieren
Acrylfarben aus dem Modellbau haften auf grundierten Kunststoffteilen und lassen sich mit Pinsel oder Airbrush auftragen. Die Grundierung ist der entscheidende Schritt: Ohne sie zieht die Farbe ungleichmäßig auf und löst sich an Kanten wieder ab.